Archiv der Kategorie: Nachdenkliches

Tierfreund und Justizopfer

Norbert Kuß ist 2.Vorsitzender der Tierfreunde Schaumberg und hat eine Pflegestelle für Katzen. Diese süßen Fellnasen suchten beim Fototermin noch ein neues Zuhause. Der Mann aus Alsweiler ist vielen aus einem anderen Zusammenhang bekannt. Er saß 683 Tage unschuldig im Gefängnis, wegen einer Falschaussage seiner Pflegetochter und des mangelhaften Gutachtens einer Psychologin. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit erhielt der 77 jährige Schmerzensgeld

Hundebabys zu verkaufen

Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seine Tür genagelt, darauf war zu lesen „Hundebabys zu verkaufen“. Dieser Satz lockte Kinder an. Bald erschien ein kleiner Junge und fragte: „Für wie viel verkaufen sie die Babys?“ Der Besitzer meinte „zwischen 30 und 50 Euro“. Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Wechselgeld heraus. „Ich habe 2,37 Euro, kann ich mir sie anschauen?“
Der Besitzer grinste und pfiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäftes hinunter, gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eins davon war einzeln, sichtlich weit hinter den Anderen. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. Er fragte, „was fehlt diesem kleinen Hund?“ Der Mann erklärte, dass, als der Kleine geboren wurde, der Tierarzt meinte, er habe ein kaputtes Gelenk und wird für den Rest seines Lebens humpeln. Der kleine Junge, richtig aufgeregt, meinte, „den kleinen Hund möchte ich kaufen!“

Der Mann antwortete, „nein, den kleinen Hund möchtest Du nicht kaufen. Wenn Du ihn wirklich möchtest, dann schenke ich ihn Dir.“ Der kleine Junge war ganz durcheinander. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte: „Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert, wie die anderen Hunde, und ich will für ihn den vollen Preis zahlen. Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Euro, und 50 Cent jeden Monat, bis ich ihn bezahlt habe.“ Der Mann entgegnete, „Du musst diesen Hund wirklich nicht bezahlen, mein Sohn. Er wird niemals rennen, hüpfen und spielen können, wie die anderen kleinen Hunde.“

Der Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf, und zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes, verkrüppeltes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange. Er sah zu dem Mann hinauf und sagte, „na ja, ich kann auch nicht so gut rennen und der kleine Hund braucht jemanden, der Verständnis für ihn hat.“

Der Mann biss sich auf seine Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte, „Mein Sohn, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser kleinen Hundebabys einen Besitzer wie Dich haben wird.“
(Autor leider unbekannt)

Gedanken eines sterbenden Straßenhundes

Es war ein regnerischer Tag, als ich noch einmal einen Streifzug durch die große Stadt machen wollte. Der Rasen und die Büsche waren nass, und es war mir eigentlich doch zu ungemütlich, bei diesem Wetter noch draußen zu bleiben. Doch den ganzen Tag hatte ich noch nichts gefressen, mein Magen knurrte so laut, und es tat weh…

Ich wollte so schnell wie möglich wieder zur Ruine zurück, denn nun fing auch schon wieder der Regen an. Die breite Straße, die mich von meinem ungemütlichen, feuchten Zuhause trennte, schien mir leer, und der Asphalt glänzte vor Nässe. Ich lief so schnell ich konnte los – doch das Auto war auf einmal da. So schnell kam es auf mich zu. Die Scheinwerfer blendeten meine Augen – und plötzlich spürte ich einen schlimmen, ganz schlimmen Schmerz. Ich wurde durch die Luft geschleudert und fiel mit meinem Körper auf die Kante der Straße, die dort angebracht war, weil da ein Rasen und Bäume wuchsen. Ich hatte so furchtbare Schmerzen, und ich hatte solche Angst. Als ich mein Köpfchen hob, sah ich das Auto, das mich angefahren hatte, und ich konnte es nicht verstehen: es fuhr weiter. Es fuhr einfach weiter und ließ mich hier liegen! Und ich hatte doch solche Schmerzen! Ich versuchte aufzustehen, doch es ging nicht. Mein Hinterbein tat so schrecklich weh, und auch das Luftholen fiel mir furchtbar schwer. Jetzt fing es auch noch ganz stark zu regnen an, und ich spürte, wie sich um mich herum eine Pfütze bildete. Das Wasser auf der Straße wurde immer höher und ich hatte kaum noch Kraft, meinen Kopf hochzuhalten. Wasser lief in meine Nase, lief in meinen Mund, und es tat so furchtbar weh! Autos fuhren an mir vorbei. Es waren viele Autos, und immer wieder versuchte ich, mein Köpfchen zu heben, damit die Menschen, die in den Autos fuhren, sehen konnten, dass ich Hilfe brauche – doch keiner hielt an. Ich weinte vor Schmerzen, doch niemand sah meine Tränen. Niemand war da, sie fuhren alle an mir vorbei. Ich fühlte, dass mein Leben zu Ende ging, und ich wollte doch gar nicht sterben! Ich war doch immer lieb gewesen! Habe ich mich nicht immer mit Zärtlichkeiten bedankt und meine Liebe zu den Menschen gezeigt, weil ich ihnen so vertraute? Ich fing an zu frieren. Es war so kalt, und ich hatte so entsetzliche Schmerzen! Warum, ihr Menschen, fahrt ihr alle an mir vorbei? Warum helft ihr mir denn nicht? Ich möchte noch nicht sterben! Ich bin doch erst ein Jahr alt! Ich weiß nicht, wie lange ich in dieser nassen Pfütze gelegen habe. Ich wurde auf einmal ganz müde. Ich versuchte, mein Köpfchen aus der Pfütze herauszuhalten, doch ich hatte keine Kraft mehr. Mein Kopf fiel ins Wasser zurück und ich dachte: „Jetzt ist es aus. Jetzt stirbst Du.“ Da – auf einmal waren Menschen da. Sie streichelten meinen kalten Körper und hoben mich hoch. Ich wurde in eine Jacke eingewickelt und vorsichtig in ein Auto getragen. Ich freute mich, trotz meiner schlimmen Schmerzen, so sehr! Es gab doch noch gute Menschen, die mir helfen wollten. Sie fuhren mich zu einem Tierarzt, der ganz in der Nähe war, und ich versuchte ganz ruhig zu bleiben, damit ich meine Schmerzen besser ertragen konnte. Die Menschenfrau, die mich trug, streichelte mich unentwegt, die beiden Kinder im Auto weinten vor Sorge um mich, und die Fahrerin bemühte sich, vorsichtig zu fahren, damit ich keine Erschütterungen spürte. Ich dachte an meine 9 Welpen, die in der Ruine alleine waren und auf mich warteten, und ich freute mich so sehr, dass man mir helfen wollte. Die fremden Menschen waren so besorgt, und wie gern wollte ich weiterleben in dieser Menschen- Welt! Ich hörte die Fahrerin sagen: „Endlich, wir sind da – jetzt wird alles gut!“ – da wurde es um mich plötzlich dunkel und kalt, und ich spürte – es war zu spät! Ich hatte keine Kraft mehr in meinem Körper und fühlte keine Schmerzen mehr! In den Armen der fremden Frau schlief ich für immer ein, als sie mit mir an der Haustür des Tierarztes stand. Danke, den Menschen, die mich nach endlos langer Zeit schwer verletzt mitnahmen, um mein Leben zu retten; danke den beiden Kindern, die vor Sorge um mich, einen unbekannten Straßenhund, weinten und Verachtung den Menschen, die so herzlos sind, an einem schwer verletzten Tier vorbeizufahren…

Gedicht „Treuer Hund“

Ihr liebt die treuen Hunde nicht?

Ist Euren Herzen fremd geblieben,
was aus der Hundeseele spricht
und wie ein Hund vermag zu lieben?
Kommt Ihr ins Elend erst einmal,
von allen, die Ihr kennt, verlassen,
und fühlet der Enttäuschung Qual,
dann lernt Ihr Hundetreue fassen.
Will unsere Hände er belecken,
aus klugen Augen auf uns schauend,
die Pfote uns entgegenstreckend,
nur uns ergebend, uns vertrauend.
Dann regt der feste Glaube sich,
weil uns ein Wesen treu geblieben,
dann lernt man unerschütterlich,
den braven Hund von Herzen lieben.
Und wenn Ihr das Gefühl nicht kennt,
ich Euch zu sagen mich nicht scheue:

Vom Hunde, den Ihr „Köter“ nennt,
lernt eine Tugend – lernt die Treue!